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Vom Garagenprojekt zur Großproduktion

Laurins Karriere könnte fast einem Drehbuch entnommen sein: Mit 24 Jahren wurde er zu einem der jüngsten Braumeister Österreichs, heute – vier Jahre später führt der Vorarlberger bei der Brauerei Frastanz ein Team von 50 Mitarbeitenden, ist Familienvater, Fußballtrainer und absolviert nebenbei seinen Master in Betriebsführung, Marketing & Business Management. Dabei spricht er über sich selbst in bescheidenen Tönen und ist trotz seines Erfolgs auf dem Boden geblieben.

Mit einer visionären Idee im Gepäck will Laurin nun gemeinsam mit seinem Team die Vorarlberger Bierkultur nachhaltig verändern: dem ersten alkoholfreien Bio-Bier. Uns hat Laurin einen exklusiven Blick in die Braukessel vom neuen freibier gewährt.

„Die Idee, ein alkoholfreies Bier zu brauen, war schon länger in unseren Köpfen, da sich der Markt immer mehr in diese Richtung entwickelt. Die Nachfrage steigt kontinuierlich und wir haben erkannt, dass auch wir als Brauerei eine teilweise alkoholfreie Zukunft haben können. Der Bau der neuen frastanzer Brauerei eröffnete völlig neue Möglichkeiten, dieses Projekt zu verwirklichen.“


Laurin, Braumeister

Jeder fängt mal klein an

Die ersten Schritte des Projekts waren geprägt von Experimentierfreude und Teamgeist. Laurin erzählt: „Entstanden ist unser BIO-freibier mehr oder weniger in der heimischen Garage. Zusammen haben wir dort die ersten Rezepte entwickelt und Versuche gefahren. In einem kleinen Maßstab von 50 Litern sind wir dem idealen Geschmack so Stück für Stück immer nähergekommen.“

David, ein erfahrener Brauer bei frastanzer, ergänzt: „Es war eine aufregende Zeit. Wir haben viele Abende und Wochenenden in Felix' Garage verbracht, Rezepte ausprobiert und verfeinert. Es hat etwas länger gedauert, aber das Ergebnis schmeckt.“

„Ja, und wir haben es geschafft! Unser freibier ist jetzt seit zwei Monaten auf dem Markt, und die Resonanz ist überwältigend. Es ist das erste alkoholfreie BIO-Bier in Vorarlberg.“


Mandy, Laborantin

Der Rundgang durch die Brauerei beginnt

Laurin führt uns zunächst in das denkmalgeschützte Sudhaus. Als sich die Türen öffnen, schwappt uns eine feuchte, warme Luft entgegen. Der Geruch von Malz und Hopfen liegt in der Luft. In den Rotgold glänzenden Kesseln geht es im wahrsten Sinne des Wortes heiß her: „Hier wird das Malz geschrotet, mit Wasser vermischt und in der Sudpfanne stufenweise bis 78° C erwärmt. Die Stärke des Malzes wird dabei in Malzzucker umgewandelt“, weiß Laurin. Die sogenannte Maische kommt dann in den Läuterbottich, wo die festen Bestandteile von der flüssigen Würze getrennt werden.

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„Die ungehopfte Würze wird nun für 80 Minuten gekocht – hier wird der Hopfen in drei Gaben hinzugegeben“, erklärt Brauer David und Laurin ergänzt: „Der Hopfen sorgt für die Bitterkeit, Aroma und trägt zur Haltbarkeit des Bieres bei.“

Wood

„Wir haben mittlerweile den sechsten Sud vom BIO-freibier fertig. Ein Sud entspricht rund 135 Hektolitern.“

Laurin, Braumeister

Das junge Bier muss reifen

Nach der Offengärung kommt das sogenannte Jungbier in den Lagerkeller, wo es 6-8 Wochen in Lager-Drucktanks reift. „In dieser Zeit klärt sich das Bier und reift geschmacklich aus“, weiß David.

Nun folgt die offene Gärung, bei der die Hefe den Malzzucker zu Kohlensäure – und beim herkömmlichen Bier zu Alkohol – umwandelt. „Dies dauert ca. 7-9 Tage. Während dieser Zeit muss im Gärkeller eine konstante Temperatur von 6°C bis 9°C gehalten werden“, erläutert Laurin. Beim ersten alkoholfreien BIO-freibier kommt eine spezielle Hefe zum Einsatz.

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Unser Rundgang geht weiter in Richtung Abfüllanlage. Die Produktion im großen Maßstab ist beeindruckend. „Wir verwenden nur beste Bio-Zutaten aus der Region, wie Hopfen aus Tettnang und Malz aus der umliegenden Bodensee-Region. Uns ist es wichtig, kurze Transportwege und höchste Bio-Qualität zu gewährleisten.“

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Fußball als Ausgleich zum Braumeister-Alltag

Während wir die Brauerei allmählich hinter uns lassen und uns auf den Weg zum Labor machen, erzählt Laurin von seiner Leidenschaft für seinen Beruf: „Mich hat Bierbrauen schon immer interessiert und nachdem mich mein Onkel an einem Wochenende mal mit in die frastanzer Brauerei genommen hat, war ich so fasziniert, dass ich in den Sommerferien ein Praktikum hier gemacht habe. Danach bekam ich das Angebot, eine Lehre als Brauer zu machen und habe zugesagt. So hat alles begonnen.“

Bevor das alkoholfreie Bier seinen Weg in die Flaschen findet, wird es von Braumeister Laurin einer Qualitätsprobe unterzogen. Dafür zapft der 28-Jährige etwas Bier ab und prüft dabei nicht nur seinen Geschmack, sondern vor allem auch seine Farbe und seine Schaumbildung.

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Als betriebsleitender Braumeister ist Laurin aber nicht nur für die Qualitätskontrolle zuständig. Er kümmert sich um die Abläufe, die Logistik und ist Ansprechpartner für sein 50-köpfiges Team. Als Betriebsleiter verantwortet der 28-Jährige die gesamte Bier-Produktion – vom Einkauf der Rohstoffe bis zur fertigen Flasche, die im Laden landet. Neben seiner Arbeit in der Brauerei absolviert Laurin derzeit seinen Master in Betriebsführung. „Es ist eine Herausforderung, aber es lohnt sich“, sagt Laurin mit einem Lächeln. Den Ausgleich zum Job findet Laurin im Fußball und bei seiner Familie. „Ich habe drei Kinder und trainiere die Nachwuchs-Fußballmannschaft. Da ist immer viel Trubel, aber dieser Trubel erdet mich total“, so der 28-Jährige.

Der letzte Schliff

Im Labor angekommen, gewährt uns Mandy einen Einblick in ihre tägliche Arbeit: Sie überwacht und analysiert die angelieferten Rohstoffe sowie das Bier in allen Entwicklungsschritten. U.a. testet sie auch den CO2-Gehalt des Bieres.

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Ein echtes BIO-freibier

Seit zwei Monaten ist das BIO-freibier nun auf dem Markt und erfreut sich großer Beliebtheit. „Es gibt in Vorarlberg noch nicht wirklich alkoholfreies Bier in Bio-Qualität. Wir haben gesagt, wenn wir alkoholfreies Bier machen, dann in Bio-Qualität“, betont Laurin stolz. „Bisher haben wir rund 100.000 Flaschen abgefüllt und sind mit dem freibier im Handel, in der Gastronomie und beim Rampenverkauf erhältlich“, ergänzt Brauer David.

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„Wir sehen großes Potenzial in der Produktion von alkoholfreiem Bio-Bier. Es ist erst der Anfang, und wir haben noch viele spannende Ideen, wie wir unser Sortiment weiter ausbauen können.“

Laurin, Braumeister

Mit Leidenschaft und einer klaren Vision ist es Laurin und seinem Team gelungen, ein einzigartiges Produkt zu schaffen, das nicht nur in Vorarlberg, sondern auch darüber hinaus Anerkennung findet.

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Produziert von Russmedia Digital GmbH für frastanzer
Texte: Jasmin Quast Fotos & Video: Jasmin Quast

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