Stockwerk für Stockwerk – wie ein Gebäude Nachhaltigkeit lebt
Audio wurde mit KI generiert
Kurze Zusammenfassung:
- In einer Bankzentrale in Bregenz wird Nachhaltigkeit nicht nur geplant, sondern gelebt – vom Fahrradkeller bis zur PV-Anlage auf dem Dach.
- Mitarbeitende radeln zur Arbeit, laden ihre E-Bikes und reduzieren so aktiv den CO₂-Ausstoß.
- Modernste Technik im Gebäude trifft auf ein Mindset, das weit über die eigene Klimabilanz hinausblickt.
- Investitionen folgen strengen ESG-Kriterien – Kund(inn)en profitieren von verantwortungsvoller Geldanlage.
- Auf jeder Ebene zeigt sich: Nachhaltigkeit ist bei der Hypo Vorarlberg keine Kür, sondern Kernkompetenz.
Stell dir vor, du steigst in ein Gebäude – Stockwerk für Stockwerk wird klarer, wie tief Nachhaltigkeit in diesem Haus verwurzelt ist. Nach Gesprächen mit den Mitarbeiter(inne)n wirkt das Gebäude, in dem du stehst, fast selbst wie ein Objekt, dem Leben eingehaucht wurde, und das über Jahre gelernt hat, was es heißt, achtsam zu wirtschaften. Vom Keller bis aufs Dach.
Was hier geschieht, wirkt nicht nur nach innen – sondern auch nach außen. Es verändert, wie Kund(inn)en ihr Geld anlegen, wie Unternehmen finanzieren und wie eine Bank Verantwortung in der Region übernimmt.


Wo alles anfängt: Bewegung statt Stillstand
Ich stehe in der Tiefgarage der Bank, neben den Autos der Mitarbeiter(inne)n, die mit dem Auto zur Arbeit kommen, befindet sich einer der Fahrradräume. Mobilität ist für die Hypo Vorarlberg einer der größten Hebel für die betriebliche CO₂-Einsparung. Wer zur Arbeit radle, setze ein Zeichen – für sich und fürs Klima.

„Mobilität ist einer der größten Hebel für CO₂-Einsparung. Wer zur Arbeit radelt, setzt ein Zeichen – für sich und fürs Klima.“
Für viele Mitarbeitende ist die Möglichkeit, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen, nicht nur eine Einladung, sondern eine bewusste Entscheidung. Jeder, der über ein E-Bike verfügt, kann dies gratis über die Ladestationen aufladen. Beim Thema E-Mobilität hat die Hypo Vorarlberg ordentlich investiert. Ein paar Meter weiter hängen die Ladestationen für die E-Autos. „Aber die meisten Mitarbeiter(inne)n benützen öffentliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg“, erzählt uns Susanne Fünck, Leiterin der Nachhaltigkeitsabteilung. Und das zeigt Wirkung: Denn mit den eingesparten Emissionen verbessert sich die Klimabilanz der Bank.



Weiter nach oben – Technik mit Weitblick
Hier schlägt das technische Herz der Bank: Klimatisierung, Belüftung, Beleuchtung, Energieverbrauch. Seit Jahren wird modernisiert – von LED-Umstellungen über Heiz- und Kühltechnik bis zur Lüftungsanlage, um warme und kalte Luft zu verschieben. Aber Technik allein reicht nicht. Es geht ums Mindset. Philipp Hämmerle, als Vorstand u. a. für Nachhaltigkeit verantwortlich, bringt es auf den Punkt:

„Wir haben früh begonnen, unseren CO2-Fußabdruck zu minimieren – aber heute geht’s nicht mehr nur um uns. Der große Hebel liegt darin, was wir finanzieren und wie wir investieren.“
Was im Denken beginnt, zeigt sich längst im Tun – und in messbaren Ergebnissen. Denn Nachhaltigkeit ist bei der Hypo Vorarlberg keine leere Hülle, sondern gelebte Praxis, die sich in Zahlen ablesen lässt:
Nachhaltigkeit im Überblick
- 99,82 % Strom aus erneuerbaren Quellen
- 797 Tonnen – Reduktion des CO2-Ausstoßes seit 2016
- 57 % der Mitarbeiter(innen) sind umweltschonend unterwegs
- 96,91 % der Wertschöpfung im DACH-Raum
- 2,5 Mio € an Spenden seit 2014 ausbezahlt
- 2017 = 1. Österreichische Bank mit einer Green-Bond-Emission
- 32.183 Aus- und Weiterbildungsstunden pro Jahr


Ein Stockwerk höher – Nachhaltigkeit als Kernkompetenz
Hier sitzt Susanne Fünck mit ihrem Team – und arbeitet an der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsagenden. Die persönliche Motivation ist spürbar:

„Meine Kinder haben mir die Augen geöffnet. Ich möchte, dass sie in einer Welt leben, die Zukunft hat. Diese Verantwortung begleitet mich jeden Tag.“
Für sie ist Nachhaltigkeit kein Image-Thema, sondern ein Prinzip, das ins Tagesgeschäft gehört: klare Richtlinien bei Finanzierungen und Geldanlagen, Mitgliedschaften bei verschiedenen Netzwerken wie PCAF oder respACT und Sensibilisierung der Mitarbeitenden – um von anderen zu lernen und selbst Maßstäbe zu setzen. „Unsere Strategie wird laufend weiterentwickelt– immer mit dem Blick aufs Ganze: Umwelt, Gesellschaft und gute Unternehmensführung.“


Im 3. und 4. Stock – Nachhaltigkeit mit Wirkung – im Portfolio spürbar
Dass Nachhaltigkeit nicht bei der eigenen Energieversorgung aufhört, zeigt sich im Asset Management. Karl-Heinz Strube, Leiter des Bereichs, hat erlebt, wie sich Kundenerwartungen verändert haben:

„Früher ging’s nur um Rendite. Heute fragen viele: Was bewirkt mein Geld?“
Bei der Hypo Vorarlberg läuft jede Investition durch ein eigenes ESG-Rating – Titel, die nicht mindestens ein “C-” erreichen, werden nicht ins Portfolio aufgenommen. „Wir haben bei allen eigenen Anlageprodukten denselben nachhaltigen Zugang – das ist nicht selbstverständlich. Aber es zahlt sich aus – nicht nur für die ESG-Themen, sondern auch langfristig in der Performance.“
Für ihn ist nachhaltige Geldanlage nicht Verzicht, sondern Verantwortung: „Ich arbeite mit dem Vermögen anderer Menschen. Da geht es nicht nur um Rendite, sondern um Wirkung und um Weitblick.“

Führung mit Haltung
Nachhaltigkeit ist längst auf der Vorstandsebene angekommen – und nicht nur als „Compliance-Thema“. Philipp Hämmerle sieht seine Rolle darin, Entscheidungen zu treffen, die heute schon den Weg für morgen bereiten:
„Die heutigen Klimathematiken sind das Ergebnis von Entscheidungen vor 20, 30 Jahren. Unser Handeln heute wirkt in die nächsten Jahrzehnte.“
Diese langfristige Denkweise kommt auch Kund(inn)en zugute: Denn sie sorgt für stabile Strategien, faire Produkte und sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortliche Finanzgeschäfte – gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Er spricht offen über Spannungsfelder zwischen Digitalisierung, Finanzen und Nachhaltigkeit, sieht aber auch starke Synergien und Chancen: „Effizienz und Umweltverantwortung schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich, wenn man es ganzheitlich denkt.“


Ganz oben – auf dem Dach: Die Sonne arbeitet mit
Auf dem Dach des Gebäudes nutzt die Hypo Vorarlberg, was täglich frei Haus geliefert wird: Sonnenenergie. Die Energie wird zu nahezu 100 % selbst – u. a. für die Ladestationen für E-Bikes und E-Autos – genutzt. Die Hypo Vorarlberg geht mit gutem Beispiel voran. In einem Jahr wird so viel Strom produziert, dass die Zentrale Bregenz einen ganzen Monat am Stück energieautark sein könnte.
Und die PV-Anlage steht für einen Wandel, der schon frühzeitig begonnen hat. Schon 2017 wurde der erste Green Bond aufgelegt – da war das Thema noch lange nicht Mainstream.

Transparenz & Vertrauen
Alle drei betonen: Ohne Daten – keine Wirkung. Aber gerade im Finanzierungsbereich fehlt es oft noch an verlässlichen Informationen, vor allem bei kleineren Unternehmen oder Privatpersonen. Diese Daten liefern zu können, stellt aktuell noch eine große Hürde für viele Kund(inn)en dar. Philipp Hämmerle: „Wir dürfen die Menschen nicht überfordern – aber auch nicht aus der Verantwortung entlassen.“
Und Karl-Heinz Strube bringt es auf den Punkt: „Kund(inn)en brauchen Orientierung. Unsere Berater(innen) sind die Übersetzer der fachlichen Themen in eine kundenfreundliche Sprache – sie helfen, dass nachhaltige Entscheidungen sich auch richtig gut anfühlen.“
Susanne Fünck ergänzt in Bezug auf die Transparenz: „Seit 2016 legen wir unsere Nachhaltigkeitskennzahlen offen. Die Nichtfinanzielle Erklärung mit allen Informationen und der detaillierten Auflistung der Zahlen ist auf unserer Website zu finden.“
v.l. Philipp Hämmerle, Susanne Fünck und Karl-Heinz Strube

Die Hypo Vorarlberg hat ihre Nachhaltigkeitsreise früh begonnen – und ist längst nicht am Ende. Vom Fahrradkeller über die nachhaltigen Anlageprodukte bis zur PV-Anlage zieht sich ein roter Faden: Verantwortung. Nicht als Trend, sondern als Haltung.


