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• Für Siri und ihre Familie ist der Golm mehr als ein Ausflugsziel: die Attraktionen und die Natur gehören fest zu ihrem Alltag.

• Besonders die Kinder lieben rasante Fahrten und die spielerischen Angebote, die selbst kleine Wandermuffel immer wieder nach draußen locken.

• Als Lehrerin schätzt Siri Golmi’s Forschungspfad: Hier entdecken Kinder spielerisch Pflanzen, Berge und ihre unmittelbare Heimat.

• Die kurzen Wege und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten bedeuten für die Familie echte Lebensqualität – im Sommer genauso wie im Winter.

• Hinter den heutigen Angeboten steckt viel Geschichte: Infrastruktur für die Wasserkraft legte einst den Grundstein für den Tourismus.

Mit Fahrtwind ins Tal

Der Wind fährt durch ihre Haare, vor ihr erstreckt sich das traumhafte Bergpanorama: Siri rauscht mit rund 30 km/h auf dem Alpine-Coaster von Latschau nach Vandans. Obwohl sie mehrmals im Jahr damit fährt, ist es jedes Mal aufs Neue ein Highlight für sich und macht einfach großen Spaß – ihr, ihrem Mann Thomas und den beiden Kindern.

Auf der fast drei Kilometer langen Strecke nimmt der Alpine-Coaster Fahrt auf. Kurven, Jumps und das leise Rattern der Schienen wechseln sich ab. Die Kinder lachen und Vandans, ihr Zuhause, kommt immer näher. Ungefähr acht Minuten und etwa 260 Höhenmeter – dann ist die Fahrt vorbei.

„Der Erlebnisberg Golm macht seinem Namen alle Ehre. Ob Sommer oder Winter, es ist jedes Mal ein schönes Erlebnis. Unsere Kinder sind ehrlich gesagt keine großen Wanderfreunde, darum ist es super, dass wir sie mit Golmi‘s Forschungspfad, dem Waldrutschenpark oder dem Alpine-Coaster motivieren können.“

Ein Berg für die ganze Familie

Für Siri und ihre Familie ist der Erlebnisberg Golm quasi ihr Hausberg. „Wir wohnen fünf Minuten von der Talstation entfernt und sind Sommer wie Winter oben unterwegs. Gerade der Alpine-Coaster ist für die Kinder immer ein Hit“, erzählt die 37-Jährige. Bis zu fünfmal pro Saison fährt die Familie damit. Und manchmal würden die Kinder am liebsten gleich wieder mit der Golmerbahn nach oben fahren, um nochmal runterzusausen.

Für Siri ist der Alpine-Coaster jedoch mehr als eine schnelle Fahrt ins Tal. Er steht für gemeinsame Zeit, für spontane Familienausflüge und für einen Berg, der das ganze Jahr über etwas zu bieten hat. Wenn die Familie nicht gerade die Montafoner Bergwelt erlebt und genießt, spielt sie leidenschaftlich gerne Tennis und engagiert sich im Tennisclub Vandans: Thomas ist Obmann, Siri im Kinder- und Jugendausschuss tätig. Zusätzlich ist sie Kassiererin im Elternverein. „Langweilig wird uns nicht“, sagt sie lachend. Doch für sie ist dieses Engagement selbstverständlich. „Ohne Leute, die ehrenamtlich mithelfen, funktioniert vieles einfach nicht.“

Wenn der Berg zum Klassenzimmer wird

Dass ihre Kinder gerne draußen sind und ihre Heimat kennenlernen, ist Siri wichtig. Auch beruflich beschäftigt sie dieses Thema jeden Tag, denn Siri ist Volksschullehrerin. Dabei erlebt sie immer wieder, dass viele Kinder zwar mitten in den Bergen aufwachsen, aber oft nur wenig über ihre unmittelbare Umgebung wissen. „Manche kennen nicht einmal die wichtigsten Berggipfel rundherum. Das finde ich schon schade. Wenn man hier lebt, sollte man wissen, was einen umgibt“, erzählt sie.

A majestic snow-capped mountain rises above a serene lake under a clear blue sky, showing rugged terrain.

Genau deshalb schätzt sie Angebote wie Golmi‘s Forschungspfad. Auf dem 2,4 Kilometer langen Wanderweg warten 22 Erlebnisstationen, die Kinder zum Entdecken, Ausprobieren und Nachfragen animieren. Für Siri liegt genau darin der besondere Wert solcher Angebote. Die Natur wird nicht nur erklärt, sondern erlebbar. Und selbst Kinder, die für eine klassische Wanderung nur schwer zu begeistern sind, lassen sich mit kleinen Abenteuern motivieren.

„Wenn man draußen ist, kommen die Fragen automatisch. Was ist das für ein Baum? Welche Pflanze wächst hier? Welche Berge sehen wir eigentlich? Das kann man im Klassenzimmer natürlich erklären, aber draußen erleben die Kinder es ganz anders.“

„Wir sind als Einheimische schon sehr verwöhnt im Ländle“, sagt Siri. Die kurzen Wege, die Qualität der Wanderwege, das große Freizeitangebot und die Möglichkeit, im Sommer wie im Winter etwas zu unternehmen, schätzt sie sehr. Vieles davon ist für Menschen, die hier aufwachsen, beinahe selbstverständlich. Dabei lohnt es sich, manchmal genauer hinzusehen.

Vom Kraftwerksbau zum Erlebnisberg

Dass Siri mit ihrer Familie heute so selbstverständlich ihre Freizeit am Golm verbringen kann, hat seinen Ursprung viele Jahrzehnte zuvor. Denn die touristische Erschließung der Region ist eng mit dem Kraftwerksbau der illwerke vkw verbunden. Für den Bau und Betrieb der Wasserkraftwerke entstehen Straßen, Bahnen und Zugänge in Gebiete, die zuvor nur schwer erreichbar sind. Diese Infrastruktur bildet später auch die Grundlage dafür, dass sich der Tourismus entwickeln kann.

Two small steam locomotives on flatbed railcars in a mountain setting with buildings and forests.

Am Golm beginnt die touristische Geschichte im Jahr 1959. Gerade einmal 221 Gäste nutzen das Angebot am ersten Betriebstag. Heute sind es an Spitzentagen mehrere Tausend Menschen. Aus den ersten Anfängen wächst über mittlerweile 67 Jahre ein vielseitiger Erlebnisberg, im Laufe der Jahre kommen immer wieder neue Angebote dazu.

A black and white view of a spacious industrial power plant hall with rows of large generators.

Auch in anderen Regionen zeigt sich diese Entwicklung. Die Silvretta-Hochalpenstraße geht 1954 in den öffentlichen Betrieb, die Lünerseebahn startet 1959 mit dem Sommerbetrieb. Infrastruktur, die ihren Ursprung rund um die Wasserkraft hat, ermöglicht damit über Generationen hinweg neue Zugänge zur Natur.

A red and black gondola car suspended on a cable over a rugged mountain landscape with green slopes and rocky peaks.

Was zunächst für technische Zwecke entsteht, entwickelt sich so zu einem Mehrwert für die ganze Region: für Gäste, für Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung – vor allem aber auch für Menschen wie Siri und ihre Familie, die diese Angebote direkt vor ihrer Haustür nutzen.

Logo von illwerke vkw

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