Wie ein Schraubenzieher Christophers Leben veränderte

Sechs Erwachsene stehen ratlos um einen alten Traktor. Schrauben, fluchen, probieren – nichts funktioniert. Dann kommen Christopher und sein Opa vorbei. Ohne viele Worte schnappt sich sein Opa einen Schraubenzieher, beugt sich vor, dreht hier, schraubt da – fünf Minuten später läuft der Traktor wieder. Dieser Moment war für Christopher sehr prägend. „Mein Opa war Mechaniker, aber er konnte einfach alles“, erinnert sich der 35-Jährige, „er gab mir den Rat, dass ich etwas lernen soll, was mir Spaß macht und was ich brauchen kann.“

Im Berg verborgen: Felix entdeckt, was hinter der
Steckdose steckt

Audio wurde mit KI generiert

Kurze Zusammenfassung:

  • Felix begleitet seinen Papa zu einer Kraftwerksführung der illwerke vkw im Montafon und entdeckt neugierig, woher der Strom aus der Steckdose wirklich kommt.
  • Am Kopswerk I, tief im Berg verborgen, erfährt er von Wasserwegen, Staumauern, Turbinen und der Arbeit der Menschen hinter der sicheren Stromversorgung.
  • Besonders beeindruckend ist die riesige Maschinenhalle im Inneren des Berges, gebaut zum Schutz vor Lawinen und Naturgewalten.
  • Die leidenschaftlichen Erklärungen des Guides Siegi machen Technik greifbar und zeigen, wie viel Pioniergeist und Überwachung hinter der Wasserkraft steckt.
  • Am Abend sprudelt Felix vor Begeisterung – für ihn ist klar: Die Entstehung des Stroms ist ein echtes Abenteuer.

Alle sitzen am Tisch. Felix, sein Papa und seine Mama. Wie fast jeden Abend essen sie zusammen gemütlich ihre Jause. Es ist ein vertrautes Durcheinander aus Besteckklappern, Lachen und Erzählen. Felix belegt sein Brot mit Speck und Mama schenkt Wasser nach. Zwischen „Kannst du mir mal die Essiggurken geben, bitte?“ und „Wie wars heute in der Schule?“ sagt Felix‘ Vater einen Satz, der ihn aufhorchen lässt: „Morgen schauen wir mit dem Tischtennisverein ein Kraftwerk der illwerke vkw an.“

Felix blickt neugierig auf. „Ein echtes Kraftwerk?“, fragt er erstaunt nach. Sein Vater nickt, als ob es das Normalste der Welt wäre. „Ja, wir fahren ins Montafon und dort bekommen wir eine Führung durch eines der großen Kraftwerke.“ Wissbegierig, wie Felix nun einmal ist, kann er sich kaum bremsen und fragt sofort: „Kann ich mit? Bitte, bitte, bitte!“

Felix‘ Bitte hängt noch in der Luft, als das Lächeln seines Vaters breiter wird. „Ich hab mir schon gedacht, dass du das fragst“, meint er und grinst. „Du bist schon angemeldet.“ Felix kann es kaum glauben und ein überraschtes „Echt jetzt?“ rutscht ihm raus. Felix‘ Mutter beobachtet die beiden amüsiert.

A family of three, father, mother, and son, having a meal together at a wooden kitchen table.

Treffpunkt: Partenen

„Und wohin genau fahren wir jetzt?“, fragt Felix seinen Vater, als sie im Auto sitzen. „Nach Partenen“, erklärt Papa. „Wir treffen uns bei der Vermuntbahn. Von dort geht’s weiter.“ Beim Parkplatz angekommen warten bereits ein paar der anderen Vereinsmitglieder. Es werden Hände geschüttelt, sich auf die Schulter geklopft und man hört rundherum fröhliche Begrüßungen. Der Obmann kontrolliert auf seiner Liste, ob alle da sind. Als sie fünf Minuten später vollzählig sind, machen sie sich auf Richtung Kopswerk I.

Felix‘ Vorfreude ist spürbar und er fragt seinen Vater: „Wie lange müssen wir noch gehen?“ Papas Antwort kommt prompt: „Sind gleich da.“ Allerdings kann sich Felix das kaum vorstellen. Er erwartet sich ein riesiges Gebäude, das man nicht übersehen kann. Doch da ist nichts. Felix runzelt die Stirn und zieht Papa am Ärmel. „Papa…“, sagt er leise, fast irritiert. „Wo ist denn das Kraftwerk?“

Das Kraftwerk im Berg

Beim Eingangsportal werden sie von Siegi bereits erwartet. Er kennt das Werk wie seine Westentasche und führt die Gruppe heute durch das Kraftwerk. Nachdem Siegi alle begrüßt hat, geht es Richtung Berg, wo sich ein großes Portal befindet. Im Besucherraum neben dem Eingangstor versammeln sich schließlich alle und nehmen auf den Stühlen Platz.

Felix erfährt auch, dass Staumauern wie die beim Kopssee nicht so einfach einstürzen können, sondern immer überwacht werden, sowohl von technischen Geräten, die jede kleinste Veränderung wahrnehmen, als auch von Menschen, den sogenannten Staumauerwärtern. Er lernt, dass die Ill kurz unterhalb des Piz Buins entspringt und das Wasser mehrere Kraftwerke durchläuft, bevor es schließlich wieder der Ill zugeführt wird. Felix kommt kaum mehr aus dem Staunen raus. Doch das war noch nicht das Beeindruckendste am heutigen Tag.

Gespannt lauschen alle den Erzählungen und Erklärungen von Siegi. Und er hat vieles zu berichten. Siegi erzählt mit viel Leidenschaft, die den neugierigen Jungen ansteckt. Und immer wieder stellt er Fragen. Felix erfährt, dass alles vor über 100 Jahren begonnen hat, woher das Wasser kommt, wie es für die Stromerzeugung verwendet wird, was die Mitarbeitenden der illwerke vkw tun müssen, damit die Vorarlberger Bevölkerung zu jeder Tages- und Nachtzeit Strom hat.

Nachdem alle Fragen beantwortet sind, geht es weiter. Während einer detaillierten Sicherheitsunterweisung verteilt Siegi Headsets, damit ihn auch im Kraftwerk alle gut verstehen. „Wenn die Turbinen laufen, kann es da drinnen ganz schön laut werden. Bitte bleibt immer alle zusammen“, ermahnt er die Gruppe, denn für Siegi steht Sicherheit an erster Stelle.

Was Felix nun sieht, damit hätte er nicht gerechnet: Ein großer Tunnel führt in den Berg hinein. Diesem folgt die Gruppe rund 200 Meter, dann bleibt Felix wie angewurzelt stehen: Vor ihm erstreckt sich eine riesige Halle. Als hätte jemand den Berg ausgehöhlt und eine kleine Welt hineingebaut. Dicke Rohre verschwinden in großen Maschinen, die Felix um einiges überragen. Während Siegi erklärt, dass es heute ruhig ist, da die Turbinen nicht laufen, überlegt Felix, wie das alles funktioniert.

Und als hätte Siegi seine Gedanken lesen können, beschreibt er nun alles. „Als das Kraftwerk 1969 in Betrieb ging, hatte es die leistungsstärksten Wasserkraftmaschinen Österreichs. Das Wasser kommt aus dem Kopssee und fließt 780 Meter den Berg hinab.“

„Warum wurde es in den Berg gebaut?“, fragt Felix neugierig. „So ist es unter anderem sicher vor Lawinen und Muren. Wäre es draußen gebaut worden und eine Lawine würde abgehen, dann hätten wir keinen Strom mehr. Das haben sie damals alles schon bedacht“, beschreibt Siegi voller Bewunderung für die genialen Ideen der Vorgänger.

Felix ist baff. Doch nicht nur er, alle Mitglieder von Papas Tischtennisverein sind sprachlos und beeindruckt von der Leistung, von der Größe und der Pionierarbeit, die erbracht wurde und erbracht wird. Denn auch heute werden bei der illwerke vkw große Projekte für die Energiezukunft geplant und realisiert. So beispielsweise das Lünerseewerk II. Mit dem größten Pumpspeicherkraftwerk Österreichs wird eine Idee, die bereits vor einem Jahrhundert entstand, Realität.

Am Abend sitzt die Familie wieder am Esstisch und Felix ist nicht zu bremsen. Er erzählt seiner Mama alles, was er heute gehört, gesehen und erlebt hat. Vom Kraftwerk, das im Berg versteckt ist. Von Siegi, der großen Eindruck bei Felix hinterlassen hat, und von der Meisterleistung, die hinter den Kraftwerken steckt.

Logo von illwerke vkw

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