Felix und das Geheimnis der großen weißen Riesen

Audio wurde mit KI generiert

Kurze Zusammenfassung:

  • Felix entdeckt im Saarland riesige Windräder und will sofort wissen, wie diese weißen Riesen Strom erzeugen.
  • Bettina organisiert eine Überraschung: Felix darf den Windpark Wintersteinchen mit Experte Uwe erkunden.
  • Vor den Anlagen staunt Felix, wie groß die Türme sind, und begreift: Hier ist der Wind der Motor.
  • Uwe erklärt ihm, wie Rotorblätter, Gondel und Generator zusammenarbeiten und Strom ins Netz nach Vorarlberg schicken.
  • Am Ende weiß Felix: Für die Energiezukunft braucht es Wasser, Sonne, Wind und neugierige Menschen.

Langes Wochenende, Zeit für einen Familienausflug! Felix sitzt auf der Rückbank, die Nase an das Autofenster gedrückt, während draußen die Landschaft vorbeizieht. Gemeinsam mit seinen Eltern ist er auf dem Weg ins Saarland. Dort wollen sie eine Freundin von Mama besuchen.

Kurz bevor sie das Ziel erreichen, entdeckt er etwas Spannendes: riesige Windräder. Deren große Rotorblätter drehen sich langsam im Wind. „Mama, schau mal! Da sind ja Riesen-Ventilatoren!“, ruft Felix aufgeregt. Sein Papa lacht. „Ja stimmt, ein bisschen sehen die Windräder so aus.“ Und Felix überlegt: „Mama meinst du deine Freundin Bettina kann mir mehr darüber erzählen?“ – „Ganz bestimmt“, kommt es vom Beifahrersitz.

Bei Mamas Freundin angekommen, sprudeln die Worte nur so aus Felix heraus. Noch bevor er seine Jacke richtig ausgezogen hat, erzählt er von den Windrädern, von den riesigen Rotorblättern und davon, dass sie bestimmt bis in die Wolken reichen. Bettina lächelt. „Weißt du Felix, einer dieser Windparks produziert sogar Strom für Vorarlberg.“ Felix bleibt mitten im Raum stehen. „Für Vorarlberg? Wie geht denn das?“ „Na er gehört eurem Energiedienstleister, der illwerke vkw“, erklärt Mamas Freundin. In Felix’ Kopf beginnt es zu rattern und die Fragen sprudeln nur so aus ihm heraus: „Wieso macht ein Unternehmen aus Vorarlberg im Saarland Windstrom? Wie entsteht dieser Strom überhaupt? Und wie spielen Wasser, Sonne und Wind zusammen?“

Bettina lacht und antwortet, dass er noch etwas geduldig sein muss und sie morgen vielleicht eine Überraschung für ihn hat. Während Felix abgelenkt ist, ruft Bettina ihren Schwager Uwe an. Dieser arbeitet beim Windpark Wintersteinchen und sie bittet ihn, Felix und seinen Eltern den Windpark zu zeigen.

Vor den Windrädern wird Felix ganz klein

Am nächsten Morgen, Felix konnte kaum schlafen vor Neugierde, eröffnet Bettina ihm, dass sie jemanden kennt, der beim Windpark arbeitet. Und als Felix hört, dass er ihn treffen darf und sogar eine private Führung bekommt, leuchten seine Augen noch heller als zuvor.

Nach dem Frühstück fahren Felix, seine Eltern und Bettina gemeinsam zum Windpark Wintersteinchen. Schon von Weitem sieht Felix die Anlagen. Doch je näher sie kommen, desto stiller wird er. Nicht, weil er keine Fragen mehr hat. Sondern weil die Windräder von Nahem noch viel größer wirken als aus der Ferne.

Sie stehen direkt bei einem der Windräder. Felix fragt, ob sie auch hinauf dürfen. „Nein, das geht aus Sicherheitsgründen leider nicht“, erklärt ihm Uwe freundlich. „Aber von hier unten siehst du schon sehr gut, wie alles funktioniert.“ Felix legt den Kopf in den Nacken. Die Rotorblätter drehen sich gleichmäßig, die Gondel sitzt hoch oben auf dem Turm und darunter steht alles fest auf einem starken Fundament. Der Nachwuchsforscher ist beeindruckt.

Wie aus Wind Strom wird

„Und wie wird der Wind nun in Strom verwandelt?“, fragt Felix neugierig. „Also“, beginnt Uwe und zeigt nach oben, „der Wind drückt gegen die Rotorblätter. Dadurch beginnen sie sich zu drehen. Diese Drehung geht in die Gondel, also in den Teil ganz oben hinter den Flügeln. Dort sitzen wichtige technische Bauteile, zum Beispiel Generator und Getriebe. Der Generator macht aus der Bewegung Strom – ähnlich wie früher bei einem Fahrraddynamo.“ Felix kennt das von Mamas altem Fahrrad. Mit diesem Vergleich macht es bei ihm klick, denn wie ein Dynamo am Fahrrad funktioniert, weiß er genau.

„Also pustet der Wind eigentlich mein Fahrradlicht an, nur in riesig?“, fragt er. Alle lachen. Uwe erklärt weiter: „Der erzeugte Strom wird über einen Transformator schließlich ins Stromnetz geschickt. Von dort kommt er über lange Leitungen nach Vorarlberg.“ Dort wird er an Haushalte, Schulen, Betriebe oder Verkehrsmittel verteilt, dorthin, wo er gebraucht wird.“ – „Der Strom macht also auch einen Ausflug“, sagt Felix. Seine Mama lächelt. „Ja, nur viel schneller als wir.“

Bisher dachte Felix bei sauberer Energie vor allem an Wasser und Sonne. Er kennt die großen Kraftwerke in den Bergen, er weiß, dass die Photovoltaikanlagen auf den Dächern aus Sonnenlicht Strom erzeugen. Doch hier, zwischen den Windrädern im Saarland, versteht er etwas Neues: Die Energiezukunft braucht viele starke Ideen und Bausteine. „Wenn der Wind weht, können diese Anlagen Strom machen. Und wenn die Sonne scheint, produzieren Photovoltaikanlagen Energie. Und Wasserkraft ist sowieso wichtig“, fasst Felix zusammen. Uwe nickt. „Genau darum geht es: Es benötigt verschiedene natürliche Ressourcen, die man klug miteinander verbinden muss, um nachhaltig Energie erzeugen zu können.“ Felix schaut wieder hinauf. Die Flügel drehen sich weiter. Für ihn sieht es aus, als würde der Wind gerade eine Geschichte erzählen.

Als sie ein paar Tage später wieder ins Auto steigen und die Heimreise antreten, ist Felix ganz still. Auf der Rückbank schaut er aus dem Fenster und beobachtet, wie die großen weißen Riesen langsam kleiner werden. Doch in seinem Kopf drehen sie sich weiter. Er denkt an den Wind, der die Rotorblätter bewegt. An den Generator in der Gondel. An den Strom, der über Leitungen dorthin gelangt, wo er gebraucht wird. Und daran, dass Energie nicht einfach irgendwo entsteht, sondern von Menschen geplant, gebaut und weitergedacht wird.

„Und?“, fragt Papa nach einer Weile. „Was erzählst du morgen deinen Freunden?“ Felix überlegt kurz. Dann grinst er. „Dass Windräder keine Riesen-Ventilatoren sind, sondern riesige Fahrraddynamos.“ Seine Mama lacht leise.

In der Ferne sieht Felix ein letztes Windrad. Es dreht sich ruhig im Abendlicht, fast so, als würde es sich verabschieden. Felix drückt die Nase wieder an die Scheibe. Dieses Mal schaut er nicht nur neugierig, sondern auch wissend. Denn jetzt weiß er: Für die Energiezukunft braucht es Wasser, Sonne, Wind – und Menschen, die neugierig bleiben. Genauso wie Felix.

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